Modellbetriebe:

Das Projekt

++ Das Ziel
... des Verbundprojekts ProVes ist die Professionalisierung der Dienstleistungsarbeit in Schlüsselbranchen des Verkehrssektors mittels
  • Durchsetzung und Weiterentwicklung mittlerer Qualifikationen,
  • Förderung der Beruflichkeit durch systematische Aus- und Weiterbildung und die Integration junger Berufs­bilder,
  • Entwicklung von Qualifikations- und Laufbahnmustern zum multifunktionalen und flexiblen Mitarbeiterein­satz,
  • Kompetenzentwicklung durch Arbeitsanreicherung,
  • guter Team- und Führungsstrukturen sowie
  • alternsgerechter Arbeitsorganisation.
Die Erwartungen der Auftraggeber und Nutzer verkehrlicher Dienstleistungen machen die Anhebung vorhan­dener Kompetenzniveaus der Beschäftigten unumgänglich. Basis hierfür sind u.a. Qualifizierungsstra­tegien, die fach- und branchengerechte Fähigkeiten und Fertigkeiten in den entsprechenden Kompetenzniveaus zum Ziel haben.


Foto: Pierre Graser, Hannover

++ Der Nutzen
... für Unternehmen und Beschäftigte des Öffentlichen Personen(Nah)verkehrs und Schienengüterverkehrs:

Unternehmen sollen durch ProVes dazu befähigt werden
  • ihre Servicequalität zu erhöhen,
  • ihre Betriebsorganisation noch stärker an Kundenbedürfnissen auszurichten,
  • ihre Innovations- und Leistungsfähigkeit zu steigern und
  • sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Beschäftigte sollen durch ProVes
  • ihre Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit ausbauen können,
  • eine gesteigerte Wertschätzung ihrer Tätigkeit erfahren und
  • bei Bedarf adäquate alternative Beschäftigungsmöglichkeiten im Betrieb bekommen.


Foto: Dresdner Verkehrsbetriebe AG

++ Der Hintergrund
Öffentlicher Personen(Nah)verkehr und Schienengüterverkehr haben gesellschaftlich und volkswirtschaftlich eine hohe Bedeutung. Die Unternehmen beider Verkehrsbranchen bilden einen wichtigen Arbeitsmarkt in Deutschland.
Die Fahr- und Servicedienste gehören zu den unternehmerischen Kerndienstleistungen der Verkehrsunter­nehmen. Die Anforderungen an die Beschäftigten dieser Branchen sind in vielerlei Hinsicht komplex, die Tä­tigkeiten mit direktem Kundenkontakt verantwortungsvoll. Trotzdem weisen die Beschäftigten sehr unein­heitliche Qualifikationsstrukturen auf, haben meist fachfremde Berufe erlernt oder geringe berufsspezifische Qualifikationen.
Diese Lage sowie die Erwartungen der Auftraggeber und Nutzer verkehrlicher Dienstleistungen machen die Anhebung vorhandener Kompetenzniveaus der Beschäftigten unumgänglich. Basis hierfür sind u. a. Qualifi­zierungs- und Organisationsstrategien, die die Förderung von fach- und branchengerechten Fähigkeiten und Fertigkeiten in den entsprechenden Arbeitsbereichen zum Ziel haben.


Foto: Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft

++ Die Projektstruktur
Die vier am Projekt beteiligten Modellunternehmen werden jeweils durch einen arbeitswissenschaftlichen Forschungspartner begleitet und bearbeiten unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte.
Um die Verkehrsbranche möglichst breit abzudecken, werden in vier „Regionalen Themenclustern“ (RTC) wei­tere ungeförderte Betriebspartner als Value-Partner sowie Transfer- und Strategiepartner hinzugezogen. Un­terschiedliche Erfahrungen können so gebündelt und komplementär zusammengefügt werden.
Die RTC sind bundesweit verteilt und sorgen so für einen optimalen Transfer in die Branche und auch darüber hinaus.

++ Das Vorgehen
Die Analysephase bildet die Grundvoraussetzung für die Modellierung, Erprobung und Umsetzung konkreter Maßnahmen in den Modellbetrieben. Der umfassenden Aufbereitung sowohl der betrieblichen Primär- und Se­kundäranalysen (Interviews und Dokumentenanalyse) sowie der branchenweiten Breitenerhebung wird da­her besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zusammen mit den Ergebnissen der Betriebs- und Branchen­analyse wird die Basis geschaffen für die konkrete Modellierung, Erprobung und Umsetzung von Gestaltungs­maßnahmen, die dann auf operativer Ebene implementiert werden.

++ Der Ergebnistransfer
... im Verbundprojekt ProVes wird gewährleistet durch
  • einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Modellbetrieben und den Value-Partnern in den regionalen Themenclustern (RTC),
  • die Übertragung auf weitere Unternehmen des Verkehrssektors,
  • die fachgerechte Verbreitung über Publikationen und Veranstaltungen sowohl in der Branche als auch branchenübergreifend sowie
  • die Erstellung eines praxisbezogenen Branchenleitfadens zur Gestaltung und Umsetzung professioneller Dienstleistungen.


Foto: Stuttgarter Straßenbahnen AG

++ Projektfinanzierung
Das ProVes-Projekt wird als Verbundvorhaben im Rahmen des Förderprogramms "Innovationen mit Dienst­leistungen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und mit Mitteln des Europäischen So­zialfonds (ESF) gefördert (Förderkennzeichen 01FB09005-01FB09012).